M/S Geeste

Klassenraum und Klassenfahrtschiff

Ansprechpartner: OStR Ferdinand Schütt, Tel: (0 45 42) 85 79 - 20

Die Geeste
Die Geeste auf dem Elbe-Lübeck-Kanal bei Siebeneichen

Lesen Sie im folgenden Informationen und Interessantes aus dem Geeste-Flyer, erstellt von der Klasse OAVJ-T2 1998/99:

Alexander Alwart, Harun Arslan, Andy August, Eugen Bechthold, Björn Bethin, Björn Böer, Kai Brandt, Thorsten Drewes, Michél Eckert, Michael Flögel, André Hebben, René Kurth, Mirco Maslaka, Christian Pöche, Evginij Vogelsan, Torsten Winter.

 

Geeste - Flyer

WILLKOMMEN

an Bord der

Die Geeste

"GEESTE"

Das Projekt "Klassenschiff"

Das ehemalige Binnenschiff wurde 1990 vom Schulträger, dem Kreis Herzogtum Lauenburg, in Bremen angekauft und wird seitdem in einem projektorientierten Unterricht des Bildungsganges Ausbildungsvorbereitendes Jahr zu einem "schwimmenden Klassenraum bzw. Klassenschiff" aus- und umgebaut.
Die Arbeiten und der Unterricht auf dem Schiff sollen den Schülerinnen und Schülern durch Kennenlernen der Berufsfelder Holz, Metall, Farbe und Bau Hilfen bei ihrer Berufswahl geben. Die für das erfolgreiche Bestehen in Ausbildung und Beruf notwendigen Verhaltensqualitäten der Schülerinnen und Schüler, wie es zum Beispiel Belastbarkeit, Motivierbarkeit und Zuverlässigkeit sind, werden durch das gemeinsame Planen und Arbeiten und durch die Klassenfahrten verbessert.
Die Kennlernfahrt zum Beginn des Schuljahres, der Elternabend an Bord, der Theaterbesuch mit Übernachtung auf dem Schiff und die einwöchige Abschlussfahrt auf der Elbe macht die Arbeit mit den oftmals aus problembehafteten sozialen Umfeldern stammenden Schülerinnen und Schülern erfolgreicher.
Aus der Erfahrung der bisher durchgeführten Fahrten auf dem Elbe-Lübeck-Kanal, der Elbe und dem Elbe-Seiten-Kanal ist es möglich, den Schülerinnen und Schülern Kenntnisse und Verständnis für Natur und Umwelt zu vermitteln. Dies gilt insbesondere für die Elbtalauen, wo jeder einzelne angehalten sein sollte, an der Erhaltung der Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen mitzuwirken.

Ausbau der "Geeste"

Der ehemalige Laderaum wurde entrostet und konserviert. Nach dem Einbau der Bullaugen und Oberlichter konnte die Isolation eingebracht werden. Es entstanden sieben Kajüten mit insgesamt 28 Schlafkojen. Jede Kajüte wurde mit einer Nasszelle ausgestattet, in denen WC, Dusche und Waschbecken vorhanden sind.
Der große Aufenthaltsraum beinhaltet einen Küchenbereich mit zwei Elektroherden. Diese und das eingebaute Bugstrahlruder versorgt ein Stromgenerator, dessen Anschaffung durch eine 10.000 DM-Spende der Deutschen Bank möglich wurde.
Die Außenhaut der "GEESTE" wurde durch jährliche Werftbesuche und die Konservierungsarbeiten der Schüler instandgesetzt. Für das Oberdeck bauten die Schüler Liegestühle und Bänke.
Nach Erfüllung der letzten Auflagen (Alarmanlage, Rauchmelder, Reling, etc.) wurde die "GEESTE" 1997 von der Schiffsuntersuchungskommission als Motorfahrgastschiff abgenommen.
Schwerpunkte der Arbeiten für die nächsten Jahre sollen das Steuerhaus mit seinen Kajüten, die elektrische Anlage und der Maschinenraum sein. Parallel zum Ausbau des Schiffes wurde der Liegeplatz am Städtischen Bauhof mit Brücke, Container, Stromanschluss und Wegbefestigung ausgestattet.

Die Vakuumanlage

Mit einer Spende über 50.000 DM der Umweltstiftung der Hamburgischen Elektrizitätswerke und weiterer Hilfen wurde eine Vakuumanlage für die Abwässer auf der "GEESTE" gebaut.
Es werden sieben Vakuum WCs betrieben, die nur 1,5 Liter Wasser pro Spülgang benötigen. Somit kann mit dem nur begrenzt vorhandenen Trinkwasser auch geduscht werden.
Das Duschwasser, das Küchenabwasser und das Wasser der Handwaschbecken wird in drei Zwischentanks gesammelt. Diese werden automatisch von der Vakuumanlage abgesaugt. Alle Abwässer werden in einem großen Vakuumtank gesammelt, aus dem sie dann an Land entsorgt werden.

Verhalten an Bord

Sicherheit: Nicht aus Spaß den Notruf-Taster betätigen!
Nicht ohne Grund "Mann über Bord!" rufen.
Trinkwasser und
Abwasser:
Sind nur begrenzt vorhanden.
Bitte äußerst sparsam verwenden.
WC-Benutzung: Nur wenn die Warnlampe nicht leuchtet.
Den Auslöseknopf kräftig in der Mitte drücken.
Niemals Hygieneartikel oder andere feste Gegenstände in das Becken werfen.
Unter Deck nicht rauchen: Unter Deck darf nicht geraucht werden, weil unter Deck Feuermelder angebracht sind.
Kein Müll über Bord werfen: Das gibt Ärger mit der Wasserschutzpolizei.

MS "GEESTE"
ex "STENUM"
Neubau Nr. 323

Der Motorleichter "STENUM" wurde im Auftrag der Reederei Glässel & Co., Bremen, im Jahr 1960 auf der Werft in Elsfleth gebaut. Die ursprünglichen Daten des Schiffes sind in der Liste der Neubauten wie folgt vermerkt:

Länge über alles: 32,44 m
Länge zwischen den Loten: 31,00 m
Breite: 7,00 m
(Laut Schiffsattest beträgt die Breite 7,18 m.)
Seitenhöhe bis Hauptdeck: 2,25 m
Tiefgang: 2,26 m
Tragfähigkeit: 315 tdw
Antrieb: Deutz-Diesel, Type SA 12L 614
(Seitdem 1976 der Maschinenraum ausbrannte: Deutz-Diesel / Type 12L 714 mit 187 PSe)
Leistung: 150 PSe
Drehzahl: 1500 / 750 UpM
Geschwindigkeit: 8,85 kn
Heimathafen: Bremen
Kiellegung: April 1960
Stapellauf: 11.08.1960
Werftprobefahrt: 31.08.1960
Abnahmefahrt: 31.08.1960
Strom-Aggregat: Ursprünglich im Fernsehturm Niebüll eingesetzt.
Deutz-Diesel / Type 6L 714 / 90 PSe / 1500 UpM
Piller-Generator 400/230 V / 50 Hz / 56 KVA

 

Die Elbe

Breite: bis zu 11 km bei Cuxhaven
Länge: ca. 1100 km
Quelle: Riesengebirge / CZ
Mündung: Nordsee bei Cuxhavenv
Bundesländer, durch die die Elbe fließt: Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg - Vorpommern, Schleswig - Holstein, Hamburg
Fließgeschwindigkeit: 3 bis 11 km/h
Fahrgeschwindigkeit: Unbegrenzt
Entstehung: Vor 70.000 Jahren / Weichsel-Eiszeit.
Vorher Entwässerung über das Ohre-Aller-Weser-Urstromtal
Kilometrierung:
Grenze CZ / BRD: 000
Dresden: 050
Riesa: 107
Torgau: 154
Lutherstadt Wittenberg: 212
Roßlau: 264
Barby: 295
Schönebeck: 311
Magdeburg: 325
Tangermünde: 388
Havelberg: 422
Wittenberge: 455
Schnackenburg: 475
Dömitz: 504
Hitzacker: 522
Bleckede: 550
Boizenburg: 559
Lauenburg: 569
Elbe-Seitenkanal: 573
Geesthacht: 585
Zollenspieker/Hoopte: 599
St.-Pauli-Landungsbrücken: 623
Wedel: 642
Brunsbüttel: 696
Cuxhaven: 725

 

Der Elbe - Lübeck - Kanal

Grundsteinlegung am: 31.05.1885
Inbetriebnahme: 16.06.1900, nach 7-jähriger Bauzeit
Wasserspiegelbreite: 30 - 32 m
Sohlenbreite: 29 - 22 m
Böschungsneigung: 1:2
Wassertiefen (Soll): 2,50 m/2,80 m/3,0 m/3,65 m
Länge : 67,2 km, ( einschl. Kanal - Trave )
Tariflänge: 60,00 km

Eine Seilfähre in Siebeneichen.
 
Sieben Schleusen mit folgenden Abmessungen:

Nutzbare Länge: 81 m
Breite: 12,0 m bzw. 17,0 m auf 58,9m Länge
1 Klapptor, 1 Stemmtor,
Hotoppscher Antrieb ohne Energiezufuhr
 
Schleusenhübe:
Lauenburg: 4,75 m
Witzeeze: 2,98 m
Donnerschleuse: 4,18 m
Behlendorf: 1,65 m
Berkenthin: 1,75 m
Krummesse: 2,75 m
Büssau: 1,51 m

Zul. Schiffsabmessungen

Länge: 80,0 m / 81,0 m
Breite: 11,6 m / 9,5 m
Abladung: 2,0 m / 2,1 m
Schiffsaufbauten: 4,40 m

 

Der Elbe Seitenkanal

Baujahr: 1968 - 1976
Kosten: 1,7 Milliarden DM
Länge: 115,2 km
Tiefe: 4,65 m
Breite: 26,0 m
Anfang: Mittellandkanal, westlich der Schleuse Süllfeld
Ende: Elbe, km 573, westlich von Lauenburg
Schleuse: Uelzen, Kanal - km 61,
23 m Hubhöhe
Hebewerk: Scharnebeck, Kanal - km 106,
38 m Hubhöhe
Fahrgeschwindigkeit: max. 12 km/h

Dieser Flyer wurde erstellt von der Klasse OAVJ-T2 1998/99:

Alexander Alwart, Harun Arslan, Andy August, Eugen Bechthold, Björn Bethin, Björn Böer, Kai Brandt, Thorsten Drewes, Michél Eckert, Michael Flögel, André Hebben, René Kurth, Mirco Maslaka, Christian Pöche, Evginij Vogelsan, Torsten Winter.

 


Die Geeste an ihrem Liegeplatz im Möllner Hafen [Juni 1997]
- bei der Lagebesprechung (v.l. nach r.):
Kuddl Berger und Knut Henners [Kaptains],
Frau Bergmann [HEW], Mrs Dottie Moulton [Kuna High School, Idaho, USA]