Berufsbildungszentrum Mölln
Regionales Berufsbildungszentrum
des Kreises Herzogtum Lauenburg
Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
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Zur Zeit beschulen wir in der Kfz-Abteilung in Mölln etwa 120 Schüler und Schülerinnnen. Die Schüler und Schülerinnen werden in etwa 90 Kfz-Meisterbetrieben des Kreises Herzogtum Lauenburg ausgebildet.
Die reguläre Lehrzeit beträgt 3,5 Jahre. Die Klassenstärke liegt bei etwa 27 Schülern/Schülerinnen.
Der Theorie-Unterricht in der Kfz-Abteilung wird seit dem 1.8.2003 nach Lernfeldern durchgeführt. Bei der Lernfeldarbeit steht der Arbeitsprozess im Vordergrund, nicht mehr die Fachsystematik wie bisher. Da die Schüler die überbetrieblichen Lehrgänge der Kfz-Innung ohnehin bei uns in den Räumen der Berufsschule absolvieren, bot es sich an, eine Lernortkooperation mit der Innung einzugehen. Dieses Lernortkooperations-Modell findet seit dem 1.8.2005 statt.
Die theoretischen Ausbildungsinhalte werden arbeitsprozessorientiert im Theorieunterricht der Berufsschule vermittelt, danach erfolgt die praktische Anwendung/Übung des Gelernten in den überbetrieblichen Lehrgängen.
Der Unterricht in der Berufsschule erfolgt in Lehrteams. Dabei werden die Inhalte der 14 Lernfelder in 14 Blöcken während der Ausbildung vermittelt. Die Blocklänge beträgt 2 bis 4 Wochen, je nach Inhalt des Lernfeldes (Siehe Stundentafel -Lernfelder). Die überbetrieblichen Lehrgänge werden bei uns thematisch in die Unterrichtsblöcke integriert. Die Gesamtorganisation der Ausbildung für Schule und Betrieb wird einfacher, da die komplizierte Regelung der 2. Berufsschultages entfällt. Es wird nur noch blockweise geplant.
Christophorusseminar
Seit 2 Jahren nehmen alle Schüler/Lehrlinge der Kfz-Abteilung an unserem Christophorusseminar
teil. Dieses Seminar dauert 3 Tage und ist speziell für die Altersgruppe der Kfz-Lehrlinge
konzipiert, die im Straßenverkehr überproportional viele Verkehrunfälle mit Todesfolge verursachen.
Darum werden diese Seminare durch die norddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft und die Kfz-Innung
des Kreises gesponsert. Inhaltlich liegt der Themenschwerpunkt bei der Betrachtung der
Unfallursachen (Alkohol und andere Drogen im Straßenverkehr) und deren – folgen und wie geht man
als Betroffener mit diesen um.
Der Lehrkörper setzt sich wie folgt zusammen:
Der Beruf hat sich vom typischen Metallberuf zum modernen Dienstleisterberuf entwickelt.
Das Image des Schmiermaxen hat der Beruf längst abgelegt.
Die stürmische Entwicklung in der Automobilindustrie hat ein neues Profil
in den Autohäusern entstehen lassen. Die Wartungsinterwalle haben sich vervielfacht.
Der Kunde kommt durchschnittlich nur noch einmal pro Jahr in die Werkstatt.
Der Elektronikanteil (Airbags, ABS, Motorelektronik, Getriebeelektronik...) im Auto ist schon bei modernen Kleinwagen sehr hoch.
Heute sind soziale und technische Kompetenzen gefragt.
Die Kommuniktion mit dem Kunden nimmt eine zentrale Bedeutung in der Ausbildung ein. Die Auftragsbearbeitung im Betrieb erfolgt nur noch über eine vernetzte PC-Anlage. Der Umgang mit Computern und Testgeräten hat einen hohen Stellenwert, da technische Daten heute nicht mehr in Papierform erscheinen, sondern nur noch über PC und Drucker bereitgestellt werden können. Moderne Autos sind über den sogenannten CAN-Bus vernetzt. Dieses Autonetzwerk verlangt eine neue Denkweise, die der angehende KFZ-Mechatroniker/-in in der Berufsschule erlernt. Der gesamte Arbeitsprozess eines Autohauses kann in der Berufsschule an den vielen Fahrzeugen (Siehe unten) und modernen Testgeräten praxisgetreu nachvollzogen werden.
Bedingt durch die enge Zusammenarbeit mit der lauenburgischen KFZ-Innung und den vielfältigen Weiterbildungsangeboten an der Schule verfügen wir über eine sehr gute sächliche Ausstattung. Die KFZ-Werkstatt und das KFZ-Labor sind in Sachen PC-Vernetzung auf dem neusten Stand der Technik. Die Testerausstattung ist mit 14 aktuellen Geräten (Bosch FSA 560 - KTS 650 und 550, AVL, VAG 5051 und 5052, Würth, Opel-Tech 1 und 2) sehr anspruchsvoll. Beamer, OHP, Video und Videokamera und Flipcharts gehören zum Standard der Abteilung.
Unser Fahrzeugpark setzt sich aus folgenden Fahrzeugen zusammen: (Stand 24.01.06)
Audi A3 und Audi A8, BMW 540i und 328 i, BMW 130i, Mercedes 320 SL und C 220 CDI, VW Lupo und Golf III
Cabrio, Golf IV und Golf IV Variant, Smart, Opel Vectra A und B, Mazda 2. Fast alle Fahrzeuge sind Spenden aus der Automobilindustrie.
Hinzu kommen noch diverse Schulungsstände wie ABS, Diesel EDC und CDI, CAN-Bus, Benzineinspritzsysteme und Zündanlagen.