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Tischler/-in

 Überblick 
 1.Lehrjahr: Berufsgrundbildungsjahr 
 Fachpraktische Werkstattausbildung 
 Fachtheoretischer Unterricht 
 2. und 3.Ausbildungsjahr: Duale Ausbildung 

 Liste von Tischlereibetrieben zum Herunterladen 
 Tischler – Übungsheft Praktische Zwischenprüfung  
(im PDF-Format)

Eine Powerpoint-Präsentation der Tischlerausbildung . (21MB herunterladen)

 

 

Überblick

Im Berufsbildungszentrum Mölln werden seit vielen Jahren Berufsschülerinnen und Berufsschüler unterrichtet, die in einem Betrieb des Tischler-Handwerks eine Ausbildung zur / zum Tischlerin / Tischler absolvieren. Die Auszubildenden werden in drei Jahrgangsklassen in Fachtheorie und Fachpraxis unterrichtet.

Für diesen Unterricht stehen Klassenräume, zwei Bankwerkstätten und zwei Maschinenwerkstätten mit konventionellen und computergesteuerten Holzbearbeitungsmaschinen zur Verfügung. Darüber hinaus erfolgt der Unterricht in Computer-Laboren mit Internetzugang und spezieller Fachsoftware.

Der Beruf ist sowohl für junge Männer als auch für junge Frauen geeignet, sofern sie körperlich belastbar und bereit sind, sich mit handwerklich-technischen Problemlösungen zu befassen.

Die Ausbildung zur / zum Tischlerin / Tischler setzt keinen Schulabschluss voraus. Die beruflichen Anforderungen in der Praxis und die Fachinhalte der Ausbildung verlangen jedoch mathematische Grundkenntnisse, räumliches Vorstellungsvermögen und Interesse an handwerklicher Arbeit.

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1.Lehrjahr: Berufsgrundbildungsjahr ( Flyer BGJ-Holztechnik )

Das 1. Ausbildungsjahr wird - auf Antrag der Tischler-Innung des Kreises Herzogtum Lauenburg - als Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) durchgeführt. Das BGJ ist eine Vollzeit-Schulklasse, in der für die Dauer eines Schuljahres sowohl die fachtheoretischen als auch die fachpraktischen Inhalte des 1. Ausbildungsjahres der Tischler-Ausbildung vermittelt werden.

In diese Klasse kann aufgenommen werden, wer mit einem ausbildungsberechtigten Tischlereibetrieb einen Vorvertrag geschlossen hat. Dieser Vorvertrag stellt sicher, dass der Schüler nach erfolgreichem Abschluss des BGJ für das 2. und 3. Ausbildungsjahr zur weiteren Ausbildung in den Betrieb übernommen wird (Vorvertrag herunterladen als PDF oder DOC ).

Bewerber für das BGJ führen deshalb zuerst Bewerbungsgespräche mit Ausbildungsbetrieben. Nach abgeschlossenem Vorvertrag meldet der Tischler-Betrieb die zukünftigen Auszubildenden am BBZ Mölln an.

Da es sich um eine Schulklasse handelt, wird in diesem ersten Jahr der Berufsausbildung keine Ausbildungsvergütung gezahlt. Eltern haben jedoch weiterhin ggf. Anspruch auf den Erhalt von Kindergeld. Die Fachbücher und Zeichenausstattungen werden für dieses Jahr von der Schule gestellt, müssen aber mit Zahlung der Ausbildungsvergütung im 2. Ausbildungsjahr kostenpflichtig übernommen werden. Arbeitssicherheitskleidung für die Arbeit in Werkstätten des BBZ Mölln sind von den Schülerinnen und Schülern selbst vorzuhalten.

Die Beschulung im BGJ umfasst 5 Unterrichtstage. Der Anteil des fachpraktischen Unterrichts in den Tischler-Werkstätten des BBZ Mölln liegt bei 50 Prozent. In den Herbst- und Frühjahrsferien ist jeweils ein 14-tägiges Praktikum der Schülerinnen / Schüler in ihren zukünftigen Ausbildungsbetrieben verpflichtend.

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Fachpraktische Werkstattausbildung

Der fachpraktische Unterricht findet in den Werkstatträumen statt. Jede Schülerin / jede Schüler übernimmt Verantwortung für eine Hobelbank und einen Satz Werkzeuge. Damit werden in den ersten Monaten Übungsstücke in Massivholz hergestellt. So lernen sie die Handhabung der Werkzeuge kennen. In der Ausarbeitung von traditionellen Holzverbindungen wie Schlitz und Zapfen und Zinkung erfahren sie Wesentliches über die Eigenschaften des Werkstoffes und die Handhabung von Werkzeugen.

Zum Halbjahreswechsel wird der Unfallverhütungslehrgang an den elektrischen Handmaschinen und den stationären Maschinen – mit Ausnahme der Tischfräse - durchgeführt.

Im zweiten Halbjahr werden die gewonnenen Kenntnisse und Fertigkeiten dazu eingesetzt, weitgehend selbstständig ein Möbel - auch unter Verwendung moderner Holzwerkstoffe - zu planen und zu fertigen. Hier steht der koordinierte und verantwortungsvolle Umgang mit Material, Werkzeugen und Maschinen im Vordergrund. Der Einsatz der computergesteuerten Holzbearbeitungsmaschine (CNC-Fertigungstechnik) ist in allen drei Ausbildungsjahren durchgängig Bestandteil des theoretischen und fachpraktischen Unterrichts.

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Theorie-Unterricht

Der Theorieunterricht erfolgt in Lernfeldern (LF), die die Arbeitsprozesse und Inhalte der Tätigkeitsfelder des Tischler-Handwerks abbilden.

Der Werkstoff Holz und die daraus entwickelten Holzwerkstoffe erfordern wegen ihrer besonderen Eigenschaften bei der Verarbeitung detailreiches Fachwissen. Auch der qualitätsorientierte Einsatz der Werkzeuge und Maschinen in der Tischlerei kann nur auf der Grundlage von Fachkenntnis gelingen. Beide Themenkreise werden im Unterricht behandelt und in der zweiten Jahreshälfte in Unterricht über Grundlagen der Möbelkonstruktion und Beschlagtechnik zusammengeführt.

Im BGJ wird das Anfertigen technischer Zeichnungen vermittelt. Neben der Schulung des räumlichem Vorstellungsvermögens, der Konzentration und Arbeitsqualität dient der Unterricht als Vorbereitung auf die Anfertigung von Konstruktionszeichnungen und Arbeitsablaufplanungen in den weiteren Lehrjahren.

Im Zentrum der Technischen Mathematik steht die Problemlösung berufsbezogener Aufgabenstellungen. In den Themenbereichen Flächen -, Volumen - und Prozentrechnung wird das Verständnis für wirtschaftlichen Arbeitseinsatz und Materialverbrauch gefördert.

Fachrichtungsbezogener Lernbereich:

LF 1: Einfache Produkte aus Holz herstellen

LF 2: Zusammengesetzte Produkte aus Holz

LF 3: Produkte aus unterschiedlichen Werkstoffen und Holzwerkstoffen herstellen

LF 4: Kleinmöbel herstellen

Der Unterricht ist strukturiert in vollständige Arbeitsprozesse. Die Aufgabenstellungen sind am Kundenauftrag ausgerichtet und orientieren sich an der Berufspraxis des Tischler-Handwerks. Der Berufsschulunterricht gliedert sich in folgende Handlungsschritte:

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich:

Kommunikation

Im Mittelpunkt stehen die zuverlässige Beschaffung, Bearbeitung und Weitergabe von Fachinformationen und die Kommunikation zwischen Menschen im beruflichen und außerberuflichen Umfeld.

Englisch

Da bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung der Mittlere Schulabschluss zuerkannt wird, ist ein einjähriger Englischunterricht im ersten Ausbildungsjahr vorgesehen. Die in der vorangegangenen Schulzeit erworbenen Kenntnisse werden hier besonders an fachlichen Themen gefestigt und erweitert.

Wirtschaft und Politik

Hier werden Grundlagen des wirtschaftlichen Handelns im Privatleben und Berufsleben und die Rahmenbedingungen politischen Handelns als Mitglied einer Gesellschaft und Bürger der Bundesrepublik Deutschland unterrichtet.

Sport

Wesentlicher Bestandteil des Sportunterrichtes ist die Gesundheitsförderung, die Bezug nimmt auf die körperlichen Belastungen im beruflichen Alltag und einen Beitrag leistet zur Vermeidung von Verletzungen, z.B. infolge falschen Tragens.

Das BGJ ist erfolgreich absolviert, wenn das Abschlusszeugnis am Ende des Schuljahres einen ausreichenden Leistungsstand bescheinigt.

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2. und 3.Ausbildungsjahr: Duale Ausbildung

Nach erfolgreichem Berufsgrundbildungsjahr beginnt jeweils zum 1. August die 4-monatige Probezeit für die folgenden zwei Ausbildungsjahre in einem Betrieb des Tischlerhandwerks. In dieser Zeit ist der Auszubildende Mitarbeiter des Betriebs und lernt dort im Rahmen seines Ausbildungsvertrages. Der Berufsschulunterricht findet einmal wöchentlich im Umfang von 8 bis 10 Unterrichtsstunden statt. Die Unterrichtsinhalte sind auch hier Lernfeldern zugeordnet.

In der zweiten Hälfte des 2. Ausbildungsjahres erfolgt eine Zwischenprüfung. Am Ende des 3. Ausbildungsjahres findet die Gesellenprüfung statt. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen Teil und einem praktischen Teil. Sie wird vom Prüfungsausschuss der Handwerkskammer abgenommen.

Die Abschlussprüfung besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil, die jeweils an einem Tag absolviert werden. Die theoretische Prüfung gliedert sich in drei Projektaufgaben und das Prüfungsfach „Wirtschaft und Soziales“.

Die praktische Prüfung der Tischler umfasst die Fertigung eines Gesellenstückes im Ausbildungsbetrieb und eine mehrstündige Arbeitsprobe.

CNC-Fachkraft im Tischler-Handwerk - Zertifikat

Die über die gesamte Dauer der Ausbildung im BBZ Mölln vermittelten Inhalte im Bereich der computergesteuerten Fertigung ermöglicht es grundsätzlich allen Auszubildenden das an eine Abschlussprüfung gebundene Zertifikat „CNC-Fachkraft im Tischler-Handwerk“ zu erwerben.

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