Überblick Stundentafel / Lernfelder Ansprechpartner Rechtsgrundlagen BGJ-Farbtechnik und Raumgestaltung
 

Maler/-in und Lackierer/-in

 1.Lehrjahr: Berufsgrundbildungsjahr 
 Fachpraktische Werkstattausbildung 
 Theorieunterricht 
 2. und 3.Ausbildungsjahr: Duale Ausbildung 

 

 

1.Lehrjahr: Berufsgrundbildungsjahr ( BGJ Farbtechnik und Raumgestaltung )

Das 1.Ausbildungsjahr wird nach Vereinbarung mit den Ausbildungsbetrieben im Kreis Herzogtum Lauenburg ausschließlich in der Form des Berufsgrundbildungsjahres ( BGJ ) durchgeführt. Das BGJ ist eine Vollzeit – Schulklasse, in der für die Dauer eines Schuljahres sowohl die theoretischen, als auch die praktischen Inhalte des 1. Ausbildungsjahres zum Maler/ zur Malerin bzw. zum Bauten- und Objektbeschichter/ zur Bauten- und Objektbeschichterin vermittelt werden.

In diese Klasse kann nur aufgenommen werden, wer mit einem ausbildungsberechtigten Maler- und Lackiererbetrieb einen Vorvertrag geschlossen hat. Dieser Vorvertrag stellt sicher, dass der Schüler/ die Schülerin nach erfolgreichem Abschluß des BGJ für das 2. und 3. Ausbildungsjahr zur weiteren Ausbildung in den Betrieb übernommen wird.

(Vorvertrag für die Maler- und Lackiererausbildung herunterladen als PDF oder DOC)
(Vorvertrag für die Bauten- und Objektbeschichterausbildung herunterladen als PDF oder DOC)

Bewerber und Bewerberinnen für das BGJ müssen deshalb also zuerst Bewerbungsgespräche mit Ausbildungsbetrieben führen und von diesen Betrieben als zukünftige Auszubildende an die Schule gemeldet werden.

Da es sich um eine schulische Bildungsmaßnahme handelt, wird in diesem ersten Jahr keine Ausbildungsvergütung gezahlt. Eltern haben jedoch weiterhin ggf. Anspruch auf den Erhalt von Kindergeld. Ein Teil der für den Theorieunterricht notwendigen Fachbücher wird von der Schule gestellt, die Schüler und Schülerinnen stellen die notwendigen Schreib- und Zeichenmaterialien und – soweit erforderlich – weitere Fachbücher. Die für den fachpraktischen Unterricht erforderlichen Werkzeuge und Verbrauchsmaterialien werden von der Schule gestellt, die Arbeitskleidung muss jedoch von den Schülern und Schülerinnen selbst vorgehalten werden.

Die Unterrichtswoche im BGJ gliedert sich in 16 Unterrichtsstunden Theorieunterricht und 16 Unterrichtsstunden praktische Werkstattausbildung. In den Herbstferien und in den Frühjahrsferien der Schule ist ein jeweils 14-tägiges Praktikum der Schüler und Schülerinnen in ihren zukünftigen Ausbildungsbetrieben verpflichtend.

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Fachpraktische Werkstattausbildung

Im fachpraktischen Unterricht werden entsprechend der handwerklichen Praxis Arbeitsprozesse ausgeführt. Jede Schülerin und jeder Schüler übernimmt Verantwortung für ihre/seine zur Verfügung gestellten Werkzeuge. Damit werden in den ersten Monaten Übungsflächen und -objekte bearbeitet. Grundlegende Techniken zur Untergrundprüfung und -vorbereitung werden erprobt und eingeübt. Die sich daraus ergebenden Kenntnisse und Fertigkeiten werden in realitätsnahen Projekten und auf Lehrlingsbaustellen umgesetzt. Dabei stehen Unfallverhütung, Arbeitsplanung und der verantwortungsvolle Umgang mit Material und Werkzeugen im Vordergrund.

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Theorieunterricht

Im Theorieunterricht werden folgende Fächer unterrichtet:

Instandhaltung und Oberflächentechnik

Schutz und Erhalt von Sachwerten erfordert detailreiches Fachwissen. Auch der qualitätsorientierte Einsatz von Werkzeugen und Materialien kann nur auf der Grundlage zuverlässiger Kenntnis erfolgen. Das Kennenlernen von Untergrundeigenschaften, die Untergrundprüfung, Maßnahmen zur Oberflächenvorbereitung, die Kenntnis über Applikationsverfahren, die selbstständige Planung von Arbeitsabläufen unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften gehören ebenso dazu wie das selbstständige Informieren anhand von technischen Merkblättern, Richtlinien und Normen.

Gestaltung

Im Mittelpunkt stehen die Gestaltungsgrundsätze von Form und Farbe sowie der Einfluss der Oberflächenstruktur auf die optische Wirkung. Erlernt wird das Planen, Entwerfen und Fertigen von Gestaltungsentwürfen unter Berücksichtigung geeigneter Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffe.

Technische Mathematik

Anders, als im bisherigen Schulunterricht, dient der Unterricht in technischer Mathematik der Problemlösung beruflicher Aufgabenstellungen. In den Themenbereichen Flächen -, Volumen - und Prozentrechnung wird das Verständnis für wirtschaftlichen Arbeitseinsatz und Materialverbrauch gefördert.

Kommunikation

Die zuverlässige Beschaffung und Weitergabe von Informationen zwischen Menschen in der Ausbildung und im Beruf sind Schwerpunkt dieses Unterrichts.

Wirtschaft und Politik

Hier werden Grundlagen wirtschaftlichen Handelns im Privatleben und als Facharbeiter und die Rahmenbedingungen politischen Handelns als Mitglied einer Gesellschaft und Bürger der Bundesrepublik Deutschland unterrichtet.

Das BGJ ist erfolgreich absolviert, wenn das Abschlusszeugnis am Ende des Schuljahres einen ausreichenden Leistungsstand bescheinigt.

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2. und 3.Ausbildungsjahr: Duale Ausbildung

Nach erfolgreichem Berufsgrundbildungsjahr beginnt jeweils zum 1. September die 4-monatige Probezeit der ein (BOB) bzw. zwei (MAL) folgenden Ausbildungsjahre in einem Maler- und Lackiererbetrieb. In dieser Zeit sind die Auszubildenden Mitarbeiter des Betriebs und lernen dort im Rahmen ihres Ausbildungsvertrages die praktische Seite ihres Berufes weiter. Einmal wöchentlich nehmen sie weiterhin an einem 10–stündigen Unterrichtstag der Berufsschule teil. An diesem Tag werden die Fächer Instandhaltung und Oberflächentechnik, Gestaltung, Technische Mathematik sowie Wirtschaft und Politik unterrichtet. Nach Vertiefung der Kenntnisse zu Untergründen, Applikationsverfahren, Werkstoffen und Gestaltungsgrundlagen werden nun ausgewählte Schwerpunkte wie zum Beispiel „Schutz- und Instandhaltungsmaßnahmen“ bearbeitet. Kurz vor Ende des 2. Ausbildungsjahres, für Bauten- und Objektbeschichter/-in am Ende des 1. Ausbildungsjahres, findet eine Zwischenprüfung statt. Sie dient dazu, den theoretischen Kenntnisstand und die praktischen Fertigkeiten zu diesem Zeitpunkt festzustellen.

Am Ende des 3. Ausbildungsjahres findet die Gesellenprüfung statt. Für Bauten- und Objektbeschichter/-in findet am Ende des 2. Ausbildungsjahres die Abschlussprüfung statt. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen Teil und einem praktischen Teil und erstreckt sich über 2 Monate. Sie wird für die Auszubildenden im Bereich Maler und Lackierer sowie Bauten- und Objektbeschichter vom Prüfungsausschuss der Handwerkskammer abgenommen.

In der theoretischen Prüfung sind Aufgabenstellungen der vier Berufsschulfächer Instandhaltung und Oberflächentechnik, Gestaltung, Technische Mathematik sowie Wirtschaft und Politik zu bearbeiten. Die praktische Prüfung der Maler und Lackierer/-in umfasst 3 Prüfungstage, in denen in den Fachräumen der Schule eine Arbeitsprobe gestaltet wird. Die praktische Prüfung der Bauten- und Objektbeschichter/-in umfasst 2 Prüfungstage, in denen in den Fachräumen der Schule eine Arbeitsprobe gestaltet wird.

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