Lernortkooperation mit der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte (ÜAS)

Baugrundstufe, Zimmerer- und Maurerfachstufen

Berufliche Schulen Mölln

Auszubildende

ÜAS-Mölln Baugewerbeinnung/ Betrieb

Lernfeld 12/13
Zimmerer
(Schiftung am gleich und ungleich geneigten Walmdach)
Lernfeld 11
Zimmerer
(Herstellen einer einläufigen geraden Treppe)
Lernfeld 7/8(Mauern einer einschaligen/zweischaligen Wand)Maurer
Lernfeld 13(Herstellen einer geraden/ gewendelten Treppe)Maurer
Lernfeld 14(Überdecken einer Öffnung mit einem Bogen)Maurer

Lernfeldübergreifende Einzelprojekte in der Baugrundstufe

  • Zeitliche und inhaltliche Abstimmung der Ausbildungsinhalte
  • Gemeinsam organisierte und durchgeführte Ausbildungstage und -wochen
  • Gemeinsame Nutzung räumlicher und sachlicher Ressourcen
  • Institutionalisierte Zusammenarbeit
  • Gemeinsame Ausbilder-/Lehrerfortbildung
  • Gemeinsame Planung und Durchführung wechselnder Einzelprojekte

Definition Lernortkooperation (Zimmerer-, Maurerausbildung Standort Mölln)

Institutionalisiertes, zeitliches, inhaltliches sowie organisatorisches
Zusammenarbeiten hinsichtlich einzelner Lernfelder in gemeinsamen Projekten bezüglich der Berufsausbildung in den Bauberufen.

Hierbei bedeutet

Institutionalisiert:

  • Regelmäßige gemeinsame Ausbildungskonferenzen der Berufsschul-lehrer und Ausbildungsmeister;
  • Konzeptionell ausgearbeitet und den Ausbildungsbetrieben bekannt;
  • Verbindlich für alle Beteiligten.

Zeitlich:

  • Inhalte des Berufsschulunterrichts und der Überbetrieblichen Aus-bildungskurse werden zeitlich aufeinander abgestimmt;
  • Berufsschulunterricht wird in gemeinsamen Projekten vom Berufs-schullehrer während des Ausbildungskurses vorgenommen und umgekehrt.

Inhaltlich:

  • fachliche Inhalte werden aufeinander abgestimmt;
  • Absprache von Differenzierungsmaßnahmen hinsichtlich einzelner Auszubildender.

Organisatorisch:

  • Gemeinsame Benutzung und zur Verfügungstellung räumlicher und sachlicher Ressourcen;
  • Übereinstimmende Kurs bzw. Klasseneinteilung;
  • Einbindung der Berufsschule in das Innungsleben. (Bsp.: Teilnahme an Innungs- und Fachgruppenversammlungen usw.) und umgekehrt.

Vor Ort erkennbare Vorteile

  • Durch die unmittelbare Verzahnung von Theorie und Praxisausbildung wird die doppelte Vermittlung von Ausbildungsinhalten vermieden.
  • Den Auszubildenden wird die nicht auflösbare Verbindung von Theorie und Praxis bewusst.
  • Durch die inhaltliche Absprache stimmt Theorie und Praxis in der Regel über ein.
  • Steigerung der Lernmotivation der Auszubildenden ist deutlich erkennbar.
  • Durch Zeitgewinn verbleibt Raum für Differenzierungsmaßnahmen sowohl für leistungsschwache als auch leistungsstarke Auszubildende.
  • Bessere Auslastung von Raum- und Sachausstattung.
  • Die Auszubildenden akzeptieren ÜAS und Berufsschule als kooperierende Ausbildungsinstanz und spielen die jeweiligen Ausbilder und Lehrer nicht gegeneinander aus.
  • Durch enge Kooperation gelingt es der Berufsschule sich zu profilieren, sowie sich gegenüber den Betrieben als wichtiger Bestandteil der Berufsausbildung darzustellen.
  • Erhöhung der betrieblichen Anwesenheitstage (15 Tage in drei Jahren) bei Einhaltung der Stundentafel.
  • Es macht einfach jede Menge Spaß.

Das Kooperationsmodell in der Maurer- und Zimmerermittelstufe

Themenschwerpunkt:

Lernfeld 12ZimmererSchiften am gleich geneigten Walmdach
Lernfeld 7MaurerMauern einer einschaligen Wand
Lernfeld 8MaurerMauern einer zweischaligen Wand
Lernfeld 13MaurerHerstellen einer geraden Treppe
Lernfeld 14MaurerHerstellen von Bögen
  1. Die Beschulung der Bau-Unterstufen-Klassen als auch der überbetrieblichen Ausbildung beginnt nach den Herbstferien und umfasst insgesamt jeweils16 Wochen.
    Hierdurch stehen die Auszubildenden den Betrieben in der Probezeit und damit auch im gesamten 1. Ausbildungsjahr 8 Wochen länger zur Verfügung.
  2. Zu Beginn des 2. Ausbildungsjahres findet für die Maurer- und Zimmerer-Mittelstufen-Klassen jeweils eine dreiwöchige Lernort-kooperation zwischen der Berufsschule und der ÜAS statt. Während dieser Zeit werden die Auszubildenden täglich gemeinsam von den Lehrkräften der Berufsschule und den Ausbildern der ÜAS projektbezogen ausgebildet.
Tag / Stun­deMon­tagDiens­tagMitt­wochDon­ners­tagFrei­tag
1./2.Be­rufs­schu­leBe­rufs­schu­leBe­rufs­schu­leBe­rufs­schu­leBe­rufs­schu­le
3./4.Be­rufs­schu­leBe­rufs­schu­leBe­rufs­schu­leBe­rufs­schu­leBe­rufs­schu­le
5./6.Be­rufs­schu­le / ÜASBe­rufs­schu­le / ÜASBe­rufs­schu­le / ÜASBe­rufs­schu­le / ÜASBe­rufs­schu­le / ÜAS
7./8.Be­rufs­schu­le / ÜASBe­rufs­schu­le / ÜASBe­rufs­schu­le / ÜASBe­rufs­schu­le / ÜASBe­rufs­schu­le / ÜAS
9./10.ÜASÜASÜASÜASÜAS
11.ÜASÜASÜASÜASÜAS

Durch dieses Beschulungsmodell stehen die Auszubildenden den Betrieben im zweiten Ausbildungsjahr 15 Arbeitstage länger zur Verfügung.

Anmerkung:

  • Die ersten vier Unterrichtsstunden gelten für die Ausbilder der ÜAS als Vorbereitungszeit.
  • Die gemeinsamen Ausbildungstage zählen als ganze Berufsschultage als auch Ausbildungstage in der ÜAS.